Sant Jobsch Kapälli (Josefskapelle)
Diese Kapelle am alten Maultierweg von Saas-Grund nach Saas-Fee stammt gemäss einer Datierung auf dem Antependium aus dem Jahr 1778. Ein Antependium ist der bestickte Vorhang am Unterbau des Altars. Der heilige Josef gilt als Schutzpatron für einen guten Tod sowie Schutzpatron der Reisenden. Für die kleine Kapelle wurde ein wildromantischer Standort gewählt. Sie steht inmitten einer steilen, felsigen Hangrippe und ruht gegen den Berg gerichtet auf einer kleinen bewachsenen Kuppe.
Die Kapelle verfügt über eine bemerkenswerte Ausstattung. Wertvoll ist vor allem die gebrochene hölzerne Schiffsdecke, welche mit Ornamentgittern und Blumenmotiven des Rokokostils ausgemalt ist. Das Rokoko ist eine europäische Kunststilrichtung von etwa 1720 bis etwa 1780 und entwickelte sich aus dem späten Barockstil. Einen gewissen Seltenheitswert hat schliesslich auch das etwas grobe, jüngere Chorgitter aus Holz.
Der Altar besteht aus zwei Etagen. Im Hauptgeschoss stehen drei Statuen: der Kapellenheilige Josef mit dem Kinde zwischen zwei weiblichen Heiligen. Eine davon gehört dem Dominikanerorden an.
In der Nische der Oberzone ist eine Pieta gemalt. Die Pieta, auch Vesperbild genannt, ist die künstlerische Darstellung Marias mit dem Leichnam des vom Kreuz genommenen Jesus Christus.
Die Kapelle ist 1998/99 einer totalen Renovation unterzogen worden. Seither erstrahlt sie wieder in ihrem alten Glanz und will die Besucher zu einem kurzen Verweilen einladen.
Quelle: "Kunstdenkmäler des Kanon Wallis" von Walter Ruppen.
Die Hintergrundmalerei passt nicht zum Gesamtbild des Altars, die Farben sind zu grell und wirken etwas kitschig.
© Thomas Burgener
Die Fotos entstanden am 26.05.2026.
Kamera Nikon Z8, Objektiv: Nikkor 24-70 mm 1:2.8 S.

Aspisviper
Allgemeines
Die Aspisviper gehört zur Familie der Vipern (Viperidae) und ist neben der Kreuzotter eine der zwei natürlich vorkommenden Giftschlangenarten in der Schweiz.
Vorkommen
Im Saastal kommt die Aspisviper nördlich vom Trift- und Biderbach vor.
Sie bevorzugt sonnige, trockene Lebensräume wie Geröllhalden, Trockenwiesen, Steinmauern und lichte Wälder, teils bis in Höhen von fast 3000 m.
Aussehen und Merkmale
Weitere Infos unter: infofauna.ch
Bild-Information
Das Foto entstand am 17. April 2026 um 13:55 Uhr, nördlich vom Biderbach. Durch unzählige Beobachtungen von Schlangen über die Jahre hinweg, weiss man wo sie sich aufhalten und wie sie sich verhalten. Bei einer Sichtung halten sie sich normalerweise still und flüchten sobald man ihnen zu nahe tritt. Die Schlange in dieser Position fotografieren zu können war speziell, da ich mich bis zu einem Meter an sie annähern konnte.
Kamera: Nikon Z8, Objektiv: Nikkor Z 70-200 mm 1:2.8 VR S, Iso-Empfindlichkeit: 500, Blende: 22, Belichtungszeit: 1/60 s, Brennweite 70 mm
Software: Adobe Photoshop, Adobe Lightroom
Hat ihnen ein Foto besonders gut gefallen und möchten sie es für Ihren Web-Auftritt verwenden, so können sie mich gerne kontaktieren.
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